Narrenzunft WehingenVSAN

 

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unsere Zunft

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Narrenzunft Wehingen “Pfhuser” e.V.

 

 

 

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unser Bild zeigt (v.l.n.r.):
Fanfarenzug, Harrasweible, Schellennarr und Zunftrat

 

Zur Geschichte der Narrenzunft und der Wehinger Fasnet

Die Narrenzunft Wehingen wurde in ihrer heutigen Form im Jahre 1939 gegründet. Die Vorstände des Turnvereins hatten sich vorgenommen, die bis dahin wilde Fasnet zu organisieren. Das alte Wehinger Fasnetsbrauchtum sollte erhalten und gefestigt werden. Durch den Krieg wurde der gute Anfang leider unterbrochen. Aber bereits im Jahre 1946 wurde trotz Besatzungskontrolle im Ortsteil Harras wieder Fasnet gefeiert. Im Februar 1950 wurde zu einer Versammlung eingeladen, in der erneut eine Narrenzunft gegründet wurde. Im Jahre 1959 übernahm Franz Staller das Amt des Zunftmeisters. Unter seiner Führung wurde die Zunft systematisch aufgebaut und organisiert. 1973 wurde die Narrenzunft in die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte aufgenommen. 1979 gab Franz Staller das Amt des Zunftmeisters an Heiner Leibinger weiter, der die Zunft bis 1988 führte.ZR1 Von 1988 - 2008 vertrat Paul Staller als Zunftmeister die Belange der Narrenzunft Wehingen. Von 2008 bis 2018 war Ralf Raiser das Oberhaupt der Wehinger Narren. Ralf Raiser übergab das Amt des Zunftmeisters an Alfred Geisel, der davor 26 Jahre lang Schriftführer war.

Die heutige Narrenzunft setzt sich zusammen aus Zunftrat, Narren, Harrasweible und Fanfarenzug. Weiterhin gibt es noch eine Einzelfigur, den Pfhus. Der Zunftrat trägt einen schwarzen Hut mit breiter Krempe und einem blau-weißen Band, an dem das Wehinger Wappen und ein Fuchsschwanz befestigt sind. Der Rock ist aus blau geripptem Samt mit weißen Einsätzen an den Ärmeln und einem weißen Kragen. über der linken Schulter wird ein roter Umhang getragen. Ein breiter weißer Gürtel und eine schwarze Bundhose, zu der weiße Strümpfe und schwarze Schuhe getragen werden, vervollkommnen die Zunftratsuniform

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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unsere Fasnetsfiguren

 

 

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Der Schellennarr ...

 

NA1ist die Hauptfigur in der Wehinger Fasnet, der dem alten Kleid aus dem Jahr 1863 nachgestaltet ist. Das Kleid trägt in der Schleife der linken Hosennnaht die Jahreszahl 1863, auf der rechten Seite die des Jahres, in dem das Kleid gefertigt worden ist. Es ist aus altgewobenem Linnen hergestellt und wird mit Ölfarbe bemalt. Der Kittel zeigt auf dem Rücken das Bild eines Schreckgesichts. Auf der Vorderseite ist ein Eichhorn und ein Wichtel abgebildet.Die Ärmel sind mit einer Maske und einem Einhorn bemalt. Die Hose zeigt auf der Rückseite einen Bauern und und eine Bäuerin mit der Schlange als Symbol der Versuchung. Auf der Vorderseite sieht man den Falkner und eine Dame mit dem glücksbringenden Schweinchen. Die Figuren dürften in Verbindung mit der ehemaligen Herrschaft von Wehingen stehen, deren Wappen auf dem Falknerhut erkennbar ist.
 
Zum Narrenkleid wird eine Glattlarve getragen.Die Larve ist an einem fünfspitzigen Haubentuch befestigt, an dem hinten Fuchsschwänze angebracht sind. Das Tuch ist vorn mit den Motiven Herr und Bauer, auf der Rückseite mit einem Grafen und dem Hofnarren bemalt. Die Motive werden durch grüne Ranken voneinander getrennt. Die Spitzen des Haubentuchs sind mit bunten Wollzotteln verziert. Der Narr trägt einen blau-weißen Stock mit einem Fuchsschwanz in der Hand. Über die Schultern werden mehrere Lederriemen mit einem schweren Geschell getragen, das in früheren Jahren aus alten Sensen geschmiedet wurde

 

 


Der Pfhus ...

 

ist eine Einzelfigur in der Wehinger Fasnet. Sie erhielt ihren Namen vom Spitznamen "Pfhuser", mit dem die Wehinger insbesondere in den umliegenden Nachbargemeinden bezeichnet werden. Die Schreibweise "Pfhuser" ist nicht PF1einheitlich, so kann man in den unterschiedlichen Quellen manchmal auch "Pfuser", "Pfuzer", "Fuszer" oder "Phuser" lesen.

Mit der Neugründung der Narrenzunft nach dem Krieg entwickelte  Lehrer Ulrich Zimmerer die Idee, einen Urnarren, den "Phuos" zu schaffen. Als Vorlage für die Maske diente das Schreckgesicht, das der Kittel des alten Wehinger Narrenkleides auf seinem Rücken zeigt. Die braun gefärbte Maske zeigt ein Schreckgesicht mit Stoßzähnen, dunkelroten Lippen und weißen Zähnen. Das Kleid ist aus einem Stück aus grober Sackleinwand gefertigt. Es ist besetzt mit Fuchsschwänzen. In der Hand trägt der Pfhus einen großen Haselnußstecken, an dem mehrere Saublotern (Schweinsblasen) befestigt sind. Sein Geschell trägt der Pfhus mit einem Ledergürtel um den Bauch. Der Pfhus will den Winter austreiben und schlägt mit seinen Saublotern wild um sich. Er ist an zwei Seilen angebunden und wird von zwei Bauern gebändigt, damit er sein Spiel nicht zu wild treibt.

 

 


Das Harrasweible ...

 

entstand 1974 als eine neue Figur in der Wehinger Fasnet. Es soll gemäß einer Sage im Tal zwischen dem Ortsteil Harras und Obernheim seinen Schabernack HW1getrieben haben. Besonders die Fuhrleute wurden vom Harrasweible arg geplagt, da ihre Pferde durch den Spuk des Weibles auf dem Weg durch das Tal  nicht mehr vorwärts kamen. Sie machten das Kreuzzeichen und schlugen am Rad die dreizehnte Speiche aus, worauf die Pferde wieder anzogen und das Fuhrwerk den steilen Weg hinaufbrachten. 

Die Holzmaske des Harrasweibles ist eine Wehinger Besonderheit. Sie zeigt ein zwiespältiges Gesicht mit einer lachenden und einer griesgrämigen Seite. Das Häs, das jedes Weible selber näht, setzt sich aus Rock, Schürze, Bluse und Kopftuch zusammen. Die Stoffe sind aus Leinen und Baumwolle. Auf dem Kopf trägt das Harrasweible ein Bäuschltle mit einem Reisigbüschel aus Buchenreis. ,

 

 


Der Briaker ...

 

BR1Beim Briaker handelt es sich um ein sogenanntes Herrenkleid. Dies ist unschwer zu erkennen. Im Gegensatz zum herkömmlichen Narrenkleid (Kittel mit Hose) trägt der Briaker einen vornehmen Mantel. Dieser, sowie auch der Saum der Hose, ist mit feinen Spitzen besetzt. An der Larve sind anstatt des üblichen “Pelzchens” ebenfalls Spitzen angebracht. Die Bemalung zeigt heimische Tiere und Pflanzen.
Nun aber zur Frage aller Fragen, weshalb briaket (weint) der Briaker ?
Nachforschungen und Gespräche mit Zeitzeugen lieferten folgende Begründung:

Die Figur des Briakers verspottet die Obrigkeit.

Immer wieder hatte die Obrigkeit versucht, in das Fasnachtliche Treiben bevormundend einzugreifen. Die bürgerlichen Leute wollten das verhindern und konnten, da sie ja vermummt und unter den Larven unerkannt blieben, die Obrigkeit meiden, ja diese sogar aus dem fasnachtlichen Treiben ausschliessen. Dies soll manchen Herren und vor allem deren Kinder, die Tränen in die Augen getrieben haben. Um dies öffentlich zu machen wurde der Briaker mit Briakerkind geschaffen, der die weinende Obrigkeit verkörpert, die von dem fasnachtlichen Treiben ausgeschlossen war.
Wann die Briaker zum ersten Mal die Wehinger Fasnet bereicherten, ist nicht genau bekannt. Die ersten Bilder stammen aus dem Jahre 1960. 1975 sind beide Figuren, die sich zu damaliger Zeit in Privatbesitz befanden,  bei einem Grossfeuer gänzlich verbrannt. 2007 beschloss der Zunftrat der Narrenzunft Wehingen die Figuren des Briakers, insbesondere im Hinblick auf das 2008 in Wehingen stattfindende Narrentreffen der Landschaft Neckar-Alb, nach alten Bildern zu reproduzieren.

 

 

 

 

 

 

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unser Fanfarenzug

 

 

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Seit 1974 gibt es in Wehingen auch einen Fanfarenzug. Zu Beginn der siebziger Jahre trat zunächst der Zunftrat der Narrenzunft als Fanfarenzug auf. Im Jahre 1974 wurde schließlich der Fanfarenzug der Narrenzunft gegründet. Die Uniform der Fanfarenspieler war zu Beginn noch sehr einfach. FZ2Zu einem blauen Bauernkittel wurde eine schwarze Kniebundhose mit weißen Strümpfen getragen. Eine schwarze Zipfelmütze gehörte ebenfalls dazu. Seit 1979 wurden neue Uniformen angeschafft. Die Zipfelmütze wurde durch den vom Zunftrat her bekannten Hut mit Fuchsschwanz abgelöst. Eine richtige Uniformjacke mit dem Wehinger Wappen auf der Brust ersetzt seither den alten Bauernkittel. Die Spieler des Fanfarenzugs sind heute an der Wehinger Fasnet nicht mehr wegzudenken. Sie bilden einen abwechslungsreichen Kontrast zu den traditionellen Figuren und unterstützen den Zunftrat in vielfältiger Weise.Von 1974 bis 1979 führte Fritz Freundlsperger den Verein als Vorstand, ehe Adolf Mattes seine Nachfolge antrat. Seit 1993 leitet Bernd Gimpl die Geschicke des Fanfarenzuges.

mehr zum Fanfarenzug gibt´s hier auf der Homepage des Fanfarenzuges

 

 

 

 

 

 

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unser Narrenbrunnen

 

 

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NBneu2dSeit 1976 steht im Zentrum von Wehingen der Narrenbrunnen mit drei originalgetreu bemalten Holzfiguren. Sie stellen eine Wehinger Narrenfamilie dar. Der Brunnen ist seither ein gern besuchtes Wanderziel und zeigt, daß das Fasnetsbrauchtum in Wehingen tief verwurzelt ist.

Im Jahr 2007 wurde der Narrenbrunnen komplett neu Restauriert.

Die Figuren wurden 2007 überarbeitet und aktualisiert und das Dach wurde zum Schutz der Figuren vergrößert.

 

 

 

 

 

 

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der Musikverein Wehingen (eigenständiger Verein)

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MU3Der Narrensprung wäre ohne die Klänge des Wehinger Narrenmarsches nicht denkbar. Der Narrenmarsch wurde vom Wehinger Komponisten und Musikanten Adolf Angst komponiert und wird vom Musikverein Wehingen zur Freude der Narren gespielt.
 
Der Musikverein hat eine eigene Fasnetsuniform. Der rote Uniformkittel zeigt auf der Brust das Wehinger Wappen. Wie bei der Zunftratsuniform ist am Hut ein Fuchsschwanz befestigt

mehr zum Musikverein erfahrt ihr auf der Hompage des Musikverein Wehingen

 

 

 

 

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